Endlich wieder Boot fahren hieß die einhellige Meinung im „Freiburger Paddler Lager“ und so machte ich mich mit em Jobst Hahn auf zur DonauWelle. Dort wollten wir uns mit Daniel Maldacker treffen. Das wir dort nicht ganz alleine sein würden war klar, aber das wir dort den durchgeknallten Oxx und den Rest der Stuttgarter Crew treffen würden war eine freudige Überraschung!
strahlende Gesichter im Kehrwasser
Jobstl beim Backblunt
Daniel loopt den neuen Smoothy
blunten??? geht noch
Nach dem strengen Winter und den wenigen Stunden im Boot war der erste Eindruck schon ein wenig komisch. Alles zwickte und ich fühlte mich im Boot so steif wie ein gefesselter Amboss. Doch so nach ner halben Stunde war alles „fast“ beim Alten. Obwohl... die Arme wurden halt einfach verdammt schnell lang und schwer. Männer... Pause, ich brauch ein Bier, meinte Daniel und schon war die Kiste Bier aus em Kofferraum gezogen. Heckklappenparty war angesagt.
Nun gut... schnell ein Bierchen und dann juckt es auch schon wieder in den Fingern. Auf zur zweiten Session. Die Welle ist zwar nicht besonders schnell, ermöglicht aber fast alle gängigen Wellen- und Walzen Tricks. Wer die steilsten Blunts geworfen hat??? Keine Ahnung... schliesslich gings um den Spass und endlich mal wieder gemeinsam mit Freunden Zeit im Boot zu verbringen.
Blunten geht immer
Daniels Setup für nen mächtigen Backblunt
Betreten verboten! Macht ja auch keiner :)
Daniel versucht sich an einem Backloop
Die DonauWelle ist ja im Moment in aller Munde, sodass dort in letzter Zeit immer mehr Bootfahrer anzutreffen sind. Jedoch gab es wohl Stress mit dem Ortsvorsteher und den ortsansässigen Anglern und Vogelkundlern. Auch wenn gerade das Argument des Naturschutzes, die Brutzeiten der Vögel nicht mit lauter Musik und Geschrei zu stören, nicht nachvollziehbar ist. Denn direkt neben der Donau rast im 15 min Takt ein ICE der Deutschen Bahn vorbei. Aber trotzdem, muss man ja nicht verstehen, nur als gegeben hin nehmen, also bitte... parkt eure Autos nicht direkt an der Welle sondern unten an der Brücke. Es bricht niemandem einen Zacken aus der Krone wenn er sein Boot 200 Meter tragen muss, wenn dafür die Welle weiterhin für uns nutzbar bleibt.
Die Zuschauerränge waren gut besetzt
Nach eineinhalb Stunden kann ich nimmer. Mir tut alles weh und ich kann kaum noch mein Paddel richtig festhalten. Den Anderen gehts genauso. Mit nem fetten Grinsen im Gesicht wird kollektiv das Boot zum Auto getragen. Daniel entscheidet sich spontan mit nach Freiburg zu fahren. Schliesslich könnten wir am nächsten Tag ja nochmal hier booten. Noch schnell im Supermarkt vorbei um alkoholische Kaltgetränke zu besorgen und dann ab nach Hause.
Der Abend wurde erwartungsgemäß feucht-fröhlich und es wurde weit nach Mitternacht bis ich endlich glücklich und zufrieden im Bett lag. Am nächsten Morgen waren die Arme schwer und der Kopf irgendwie dicker als gewohnt. Es fiel mir recht schwer mich zu motivieren aber schließlich wollte Daniel den neuen Smoothy testen. Da gab es keine Ausreden. Auf zur Welle.
Dort angekommen merkte ich das es sicherlich 5 Grad kälter war als am Tag zuvor. Eine gute Gelegenheit mal meine Trockenhose auszuprobieren. Trotzdem viel es mir schwer die warmen Klamotten gegen die doch noch etwas feuchten Paddelsachen zu tauschen. Nach den ersten Paddelschlägen merkte ich gleich das mir der Tag zuvor doch noch ordentlich in den Knochen steckte. Man wird halt eben net jünger ....
Egal... für ein paar Runs wird die Kraft schon reichen. Daniel hatte sichtlich spass mit der neuen Bliss-Stick-Rodeo-Semmel. Er war sich ziemlich schnell sicher das dies sein neues Spielzeug werden wird. Doch auch an ihm war der vergangene Tag und vor allem die Nacht nicht spurlos vorüber gegangen. Nach einer Stunde auf der Welle war Schluß. Man(n) muss es ja nicht gleich am Anfang der Saison übertreiben.
So jetzt schnell mal ein Konterbier. Hätte ich mal vorher nehmen sollen. Danach war mein frontaler Kopfschmerz wie weg geblasen. Aber gudd. War schon recht so. Und so ging ein schönes Wochenende an der DonauWelle zu Ende. Spaß hats gemacht. Jederzeit wieder. In diesem Sinne... reingehauen...
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